„‚Dritte Orte’ – diesen Begriff für Bauten für Begegnung und Teilhabe zwischen Wohnen und Arbeit gab es im Zeitraum der Entstehung der Potsdamer Ausflugsgaststätte ‚Charlotte’ (1969 bis 1971) noch nicht. Sehr gut aber hätte dieser multifunktional konzipierte Bau als Blaupause für die spätere Begriffsbildung dienen können. Nach langen Jahren des Leerstands und Verfalls befindet sich dieser besondere ‚Dritte Ort der Ostmoderne’ aktuell auf dem Weg in seine zweite Lebensphase.” (Gregor Jekel, 2026)
Zusammenfassung
Gregor Jekel ist Leiter des Fachbereichs Wohnen, Arbeit und Integration der Landeshauptstadt Potsdam. In dieser Funktion ist er u. a. verantwortlich für die sozial-kulturelle Stadtteilarbeit und den Sanierungsprozess des Lottenhof.
In seinen detailreichen Ausführungen gibt Gregor Jekel einen Überblick über die Geschichte der Potsdamer Stadtentwicklung seit 1990 und die damit verbundenen Kontroversen innerhalb der Potsdamer Stadtgesellschaft. Ergänzend dazu ordnet er die Baugeschichte und die Funktion des heutigen Lottenhof vor dem Hintergrund der Wohnungsbaupolitik der DDR ein.
Der Text fokussiert auf die Entwicklung und Bedeutung des Lottenhof als Ort der Teilhabe und Begegnung im Zuge der Sicherung und Nutzung des Objektes seit 2014 durch die engagierte Nachbarschaft. Zudem wirft er einen Blick auf das Engagement der Aktiven, die sich mit viel Einsatz an der Umsetzung der Sanierungsprojekte beteiligen. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist ein Nachbarschafts- und Begegnungshaus für Potsdam West und die Brandenburger Vorstadt. Dabei nimmt Gregor Jekel die Konstellation der beteiligten Akteure in den Blick und skizziert das aufwendige Sanierungsvorhaben bis zur seiner Fertigstellung 2028.
Der Artikel ist im Januar 2026 in der Verbandszeitschrift „Forum Wohnen und Stadtentwicklung“ des Bundesverbandes für Wohnen und Stadtentwicklung erschienen. Er ist über den Link rechts oben auf dieser Seite aufrufbar.